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Mein Treffen mit Andrzej Bero

Andrzej Bero (geb. 1969) ist ein polnischer Keramikkünstler aus Warschau, der sich auf Teekeramik spezialisiert hat. Diese erfreut sich wachsender internationaler Beliebtheit und ich hatte das Vergnügen, Andrzej dieses Jahr endlich begegnen zu dürfen.

Ein Urlaub in Polen

Es fing damit an, dass unser Urlaub im August in Polen stattfinden sollte. Frau P. und ich waren mit dem japanischen Teil der Familie in den Masuren. Ein Ferienhaus direkt am See, so erholt man sich vom Großstadtleben. Die traditionelle polnische Küche ließ nostalgische Gefühle aufkommen, aber ich schweife ab.

Als ich mit der Urlaubsplanung begonnen habe, kam mir natürlich gleich in den Sinn, dass sich ein Abstecher nach Warschau, gerade mal 200km von meinem Urlaubsort entfernt, anbieten würde. Das ist ja nur ein Tagesausflug, dachte sich ein Pole, der in Deutschland aufgewachsen ist.

Polen ist infrastrukturell noch immer ein Entwicklungsland

Als ich jedoch am Tag davor die möglichen Routen im Navi sondierte, wusste ich, dass ich an diesem Tag mehr Zeit im Auto verbringen würde als mit Andrzej. In Polen sind zweispurige Landstraßen die Regel und Autobahnen die Ausnahme. Im Vergleich zu den restlichen EU-Ländern ist mein Herkunftsland in dieser Hinsicht noch immer ein Entwicklungsland. Für 200km brauchte ich satte vier Stunden. Wie gut wir es doch in Deutschland haben, dachte ich mir auf der Fahrt immer wieder.

Das Treffen mit Andrzej Bero

Andrzej Bero wohnt mit seiner Familie in einem Einfamilienhaus im Speckgürtel von Warschau. Er ist wie die meisten Polen ein Familienmensch.

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Bevor Andrzej seinen Weg zur Keramik fand, musste er einen Umweg gehen. Er fing zunächst an, Kulturwissenschaft zu studieren, bevor er merkte, dass die bloße Theorie ihn nicht erfüllte und er sich vom schaffenden Handwerk, dem Praktischen, viel mehr angezogen fühlte. Er ging dann in Radom in Ausbildung und lernte schon damals verschiedene Brenntechniken (z.B. Raku) kennen. Zur Ausbildung gehörte natürlich auch das Töpfern mit Töpferscheibe.

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Danach trat er der Künstlergruppe Keramos bei, in der er 10 Jahre aktiv gewesen ist. Diese Gruppe existiert noch heute und bietet jungen Künstlern eine erste Plattform.

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Wie Andrzej zur Teekeramik kam

Zwar gehört Teekeramik zum Repertoire vieler Keramiker in Europa, aber die meisten konzentrieren sich dabei natürlich auf die hier gebräuchlichen Formen. Dabei kommen große Kannen und Tassen mit Henkel heraus. Mit dieser Teekeramik hat daher auch Andrzej seine Erfahrungen gemacht, denn in den 1990er Jahren gab es noch keine gute Teeauswahl in Polen. Man trank damals noch häufig Schwarztee, wobei zuerst ein Konzentrat aufgebrüht und dieses bei Bedarf verdünnt wurde. Das Konzept kennt man auch vom Samowar.

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Ôkakura Kakuzos Buch vom Tee

Ein Schlüsselerlebnis war „Das Buch vom Tee“ von Ôkakura Kakuzo, das zwar strittig ist, aber dennoch vielen Menschen in Europa eine Idee von der Japanischen Teekultur vermittelte und immer noch vermittelt. Für Andrzejs Ausrichtung war dieses Buch vor sieben Jahren entscheidend, denn heute kennt man ihn vor allem wegen seiner schönen, asiatisch geprägten Teekeramik.

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Aus der Perspektive eines europäischen Keramikers ist die asiatische Teekultur voll von Inspiration. Neue Techniken und Formen bieten so viele Möglichkeiten. Umso schöner ist es, zu sehen, dass seine Bemühungen auch vom „Fernen Osten“ honoriert werden. Zuletzt hat er bei einem taiwanesischen Ausstellungswettbewerb Gold mit einer seiner Kannen gewonnen.

Andrzej Beros Keramik

Andrzej brennt im Schnitt alle sechs Wochen in einem Elektroofen. Trotz einiger Überraschungsmomente macht es seine Keramiken für ihn einigermaßen vorhersehbar. Seiner Vorstellung von Teekeramik zufolge, sollen die Utensilien dem Tee nicht die Show stehlen. Daher sind seine Keramiken relativ schlicht. Ihm ist wichtig, dass sie funktional sind – damit ist gemeint, dass eine Kanne beispielsweise gut gießen soll. Die meisten seiner Keramiken sind innen glasiert, damit der Ton den Geschmack des Tees nicht verfälscht.

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Ich habe die Zeit bei ihm sehr genossen. Wir hatten leider nur ein paar Stunden Zeit, ehe ich wieder zurück in unseren Urlaubsort musste, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal etwas mehr Zeit haben, um Tee miteinander zu trinken. Sein 1970er Pu Er war jedenfalls ausgesprochen lecker. Das sage ich als Pu Er-Zweifler.

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Wenn du neugierig auf Andrzej Beros Keramiken geworden bist, freue ich mich, wenn du dich im Shop danach umsiehst.

6 Dinge, die du über Mumyôi-Keramik wissen solltest

Mumyôi-yaki bzw. -Keramik (無名異焼) ist eine japanische Keramikgattung, die von Teeliebhabern wegen des außergewöhnlichen Tons geschätzt wird. Die besonderen Tonvorkommen befinden sich auf der Insel Sado, im Norden der Präfektur Niigata.

Die Insel Sado

Mumyôi-Keramik wird aus einem roten Ton hergestellt, der einen hohen Anteil an oxidertem Eisen aufweist. Solch ein Ton wurde ursprünglich in der traditionellen chinesischen Medizin dazu benutzt, um Blutungen zu stoppen oder Verdauungsbeschwerden zu lindern. Angeblich hat ein chinesischer Arzt beim aktualisieren des chin. Medizinbuchs gemerkt, dass dieser Ton noch keinen Eigennamen erhalten hatte. Er versuchte, sich einen Namen auszudenken, gab aber schließlich auf, indem er diese Tonart Mumyôi nannte, was so viel wie „unbekannt“ heißt.

Rote Mumyôi-Kyûsu von Shimizu Ken (Oxidationsbrand)
Rote Mumyôi-Kyûsu von Shimizu Ken (Oxidationsbrand)

1. Geschichte
Bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurde auf der Insel Gebrauchskeramik hergestellt. Obwohl der spezielle Ton der Insel Sado schon länger bekannt war, fing erst 1819 ein Mann namens Itô Kanbei (auch Itô Jinbei, 伊藤甚平, Lebensdaten unbekannt) an, aus dem Ton Raku-Keramik (楽焼) herzustellen. Seinem Beispiel folgten auch andere Töpfer und es entwickelten sich verschiedene Stile, bis schließlich Miura Jôzan (三浦常山, 1836-1903) zusammen mit Itô Sekisui I. (伊藤赤水, Lebensdaten unbekannt) die unglasierte Mumyôi-Keramik in ihrer heutigen Form begründete. Sie nahmen sich als Beispiel die chinesischen Yixing-Kannen und entwickelten dafür ein eigenes Brennverfahren.

Heute gibt es neben lebenden Nationalschätzen wie Itô Sekisui V. auf der einen Seite und Großbetrieben auf der anderen Seite auch Keramiker wie Watanabe Tôzô und Shimizu Ken. Die hier vorgestellten Arbeiten sind von Shimizu Ken.

2. Tonarten
Auf der Insel Sado gibt es zwar verschiedene Tonarten, traditionell werden aber zwei Typen benutzt: roter und gelber Ton, die ein Nebenprodukt des Gold- und Silberabbaus waren. Während der rote Ton ähnliche Eigenschaften aufweist wie der chinesische Yixing-Ton Zisha, ist der gelbe Nosaka-Ton viel elastischer und entspricht von den Eigenschaften her dem Yixing-Ton Zhuni. Der rote Ton ist leider nicht elastisch genug, um damit auf der Drehscheibe eine Kyûsu formen zu können, weswegen jeder Töpfer dem roten Ton etwas gelben Ton hinzufügt, um ihn besser formen zu können. Das Verhältnis kann dabei von Töpfer zu Töpfer variieren.
Eine weitere Besonderheit ist der besonders hohe Eisenanteil, dem ein großer Effekt auf den Geschmack des Wassers nachgesagt wird. Er beträgt beim Mumyôi-Ton 20%! Die Beschaffenheit des Tons führt dazu, dass der Töpfer den Tonkörper vor dem Brand bis zu drei Mal mit Stoff oder einem Stahlspatel poliert. Dadurch wird die Oberfläche verdichtet.

Darüber hinaus gibt es heutzutage auch Keramikwaren, die nur aus dem gelben Nosaka-Ton hergestellt werden. Streng genommen handelt es sich dann nicht mehr um Mumyôi-Keramik, da der namensgebende Ton keine Verwendung findet. Der Einfachheit halber wird die reine Nosaka-Variante trotzdem hier behandelt, schließlich ist jeder Mumyôi-Keramik etwas Nosaka-Ton beigemischt. Zudem scheint es die Kategorie Nosaka-Keramik im Japanischen gar nicht zu geben.

Natürliche Mumyôi-Tonvorkommen:

Natürliche Nosaka-Tonvorkommen


3. Brand
Das Brennverfahren entscheidet darüber, welche Farbe die gebrannten Stücke am Ende erhalten. Wird im Reduktionsbrand gebrannt, werden die Kannen schwarz, egal welches Ausgangsmaterial verwendet wurde. Allerdings weisen die Stücke aus rotem Ton einen metallischen Glanz auf.
Beim Oxidationsbrand hingegen werden die Stücke aus gelbem Ton orange, die aus rotem Ton werden dunkelrot. Je nach Ofentyp kann ein Brand bis zu fünf Tage dauern. Die Brenntemperatur beträgt ca. 1200°C, dabei schrumpfen die Tonkörper um bis zu 30%, was sie besonders hart werden lässt. Dies merkt man auch am hellen metallischen Geräusch, der entsteht, wenn man z.B. mit dem Fingernagel gegen den Körper stößt.

Eine Kyûsu aus Nosaka-Ton (Oxidationsbrand)
Eine Kyûsu aus Nosaka-Ton (Oxidationsbrand)

Eine besondere Technik ermöglicht außerdem den sogenannten yôhen-Effekt. Es bedeutet so viel wie „Verwandlung im Ofen“ und spielt auf die wechselhafte Brennatmosphäre an. Dadurch können Keramiken entstehen, die schwarze und rote Flächen aufweisen.

4. Langzeiteffekt
Eine weitere Besonderheit dieser Keramikart ist die Reifung, die durch bloßen Gebrauch ensteht. Dabei erhält die Oberfläche einen leichten Glanz. Dies geschieht durch Aufnahme von bestimmten Partikeln des Tees. Wie lange dies dauert, kann ich an dieser Stelle noch nicht beurteilen, bei meinen Kannen habe ich bisher noch keine nennenswerten Veränderungen bemerkt. Frau P. hingegen meint, eine Veränderung festgestellt zu haben.

Schwarze Namamigaki-Kyûsu aus Nosaka-Ton (Reduktionsbrand)
Schwarze Namamigaki-Kyûsu aus Nosaka-Ton (Reduktionsbrand)

5. Namamigaki (生磨き)
Wie bereits geschrieben, werden die Keramiken aufwendig poliert. Namamigaki ist eine Technik, mittels der die Oberfläche so sanft wie Seide wird. Dabei wird mit Steinen oder Eisenstäben die Oberfläche verdichtet. Der Unterschied zwischen einer normalen Mumyôi-Kanne und einer Namamigaki ist beachtlich. Der Vergleich mit Seide ist keinesfalls zu hoch gegriffen und gibt die Haptik sehr gut wider. Der Aufwand ist jedoch ungleich größer, was man auch am Preisunterschied merkt. Wenn man bedenkt, dass selbst geübte Keramiker nur fünf Stücke am Tag auf diese Weise polieren können, dann relativiert sich der Aufpreis. Zumal dieser Vorgang mindestens ein weiteres Mal wiederholt werden muss.

Shimizu Ken demonstriert die Namamigaki-Technik

6. Geschmack
Mumyôi-Keramik soll dabei helfen können, den Geschmack des Tees zu intensivieren. Erfahrungsberichte im Internet fallen sehr unterschiedlich aus. Manchmal wird beklagt, dass der Ton das Aroma beschneide, auf der anderen Seite gebe er dem Tee mehr Körper und intensiviere den Nachgeschmack. Wichtig ist, dass man versucht, für eine Kanne immer das gleiche Wasser zu verwenden. Dadurch lagern sich Mineralien ab, die den Geschmack des Wassers intensivieren. Verstärkt wird der Effekt laut Akira Hojo, wenn man nur Tee einer bestimmten Region darin zubereitet, weil auch im Tee Mineralien enthalten sind (Quelle).
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Fazit
Ich habe drei verschiedene Kannen von Shimizu Ken und benutze sie sehr gerne. Einen drastischen Aromaverlust habe ich nicht feststellen können,  dafür fällt positiv auf, dass sie alle besonders gut mit Darjeeling und Nepal-Tees harmonieren. Daher habe ich eine Kanne nur für diese Tees auserkoren. Praktischerweise sind Darjeeling und Nepal so nah aneinander, dass man sie auch als eine Region sehen kann. Die schwarze Nosaka benutze ich für japanischen Sencha und die Mumyôi für geröstete Wuyi-Oolongs.
Hast auch du eine Mumyôi-Kanne? Konntest du einen Langzeiteffekt ausmachen? Und für welche Teesorten benutzt du deine Mumyôi-Kanne? Es würde mich freuen, von dir zu lesen!
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Zehn gute Gründe, weswegen Tee auch für dich ein lebensbereicherndesGetränk sein kann

Vielleicht stellst du dir die Frage, ob Tee ein Getränk für dich wäre. Möglicherweise hast du bereits erste Erfahrungen mit diesem Getränk gemacht, die dich nicht vom Hocker gehauen haben oder du verbindest mit Tee ein Getränk, welches man bei einer Erkältung trinkt. Als Genussmittel kam Tee noch nicht für dich infrage.

Eines muss ich vorweg schreiben, damit im weiteren Verlauf keine Missverständnisse entstehen. Wenn ich Tee sage, dann meine ich damit Blätter der Camellia Sinensis und nicht Früchte- oder Kräutertee. Einen guten Artikel über die Pflanze findest du beim Tee-Fokus. Als Einstieg kann ebenfalls der Wikipedia-Artikel empfohlen werden.

Nun aber zum Thema. Vielleicht hast du dir ja auch schon mal folgende Fragen gestellt: Warum sollte ich unbedingt Tee probieren und nicht bei Kaffee bleiben? Ist Tee nicht zu kompliziert und aufwendig? Lohnt sich die Auseinandersetzung mit diesem Thema wirklich und was habe ich davon?

 

Hier nun meine zehn Gründe, die ich für mich am überzeugendsten finde.

 

1. Geschmackliche Vielfalt
Vielleicht hast du es ja schon gehört, aber zur Sicherheit schreibe ich es nochmal, damit auch Neueinsteiger es wissen. Es gibt sechs Kategorien, die Tee nach Produktionsart unterscheiden. Hierzulande kennen wir vor allem den Schwarzen und Grünen Tee. Doch daneben gibt es außerdem noch Gelben, Blauen (auch: Oolong), Dunklen (Pu Erh) und Weißen Tee. Natürlich gibt es in jeder Kategorie diverse Sub-Kategorien. Ein Schwarzer Tee aus Indien schmeckt anders als einer aus China, Japan oder Kenia. Diese enorme Vielfalt mag auf den ersten Blick erschlagend wirken. Andererseits garantiert dir diese Vielfalt, dass es in diesem breiten Spektrum einen Tee gibt, der dir auf jeden Fall schmeckt. Und das Tolle an Tee ist, dass nicht nur absolute Profis die Geschmacksunterschiede schmecken. Sie sind so offensichtlich, dass wirklich jeder sie bemerken würde! Nicht umsonst ist Tee nach Wasser das meistgetrunkene Getränk der Welt (Quelle).
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Ein Gelber Tee, der schnell mit einem Schwarzen Tee verwechselt werden kann

2. Gesundheit
Keine Sorge, ich werde hier nicht behaupten, dass Tee Heilkräfte besitzt. Allerdings ist es interessant zu wissen, dass Tee zunächst als Heilpflanze entdeckt wurde. Vor allem den Catechinen sagen manche Wissenschaftler eine krebsvorbeugende Wirkung nach. Daraus darf man aber nicht den Umkehrschluss ziehen, dass Teetrinker keinen Krebs bekommen können.

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Junge Blätter eines Strauchs in Japan

Für mich ist ein anderer Aspekt entscheidender. Tee ist nicht gesundheitsschädlich und man kann davon auch nicht zu viel trinken, solange man die empfohlene Flüssigkeitsaufnahmemenge einhält. Es ist also ein Genussmittel, welches man nicht mit Vorsicht genießen muss. Das ist bei Kaffee und alkoholhaltigen Getränken anders. Wer allerdings auf Koffein empfindlich reagiert, sollte auch bei Tee gesunde Vorsicht walten lassen.

3. Belebende Wirkung
Camellia Sinensis ist die einzige Kamelie, die Koffein produziert. Das Koffein wird zusammen mit Gerbstoffen vom Körper aufgenommen. Die Gerbstoffe verhindern allerdings, dass man nach dem Koffein-Flash in ein tiefes Loch fällt. Von der anregenden Wirkung hat man also länger etwas.
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Das Blatt eines Darjeeling-Schwarztees

Noch effektiver ist es, wenn man den Tee „isst“, also das ganze Blatt zu sich nimmt. Im Matcha sind neben dem Koffein auch Aminosäuren wie das L-Theanin enthalten. Dies hat eine beruhigende und konzentrationsfördernde Wirkung. Daher eignet sich Tee auch wunderbar zur Erhaltung der geistigen Arbeitskraft.

4. Entschleunigung
Wir leben in einer Welt, in der uns Vieles nicht schnell genug gehen kann. Instant-Produkte, Automaten und Schnellrestaurants sind sichtbare Kennzeichen unserer schnelllebigen Gesellschaft.
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Junge Knospen eines Schwarzen Tees aus China

Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Ein guter Wein muss sorgfältig hergestellt werden. Anschließend wird er noch in einem Eichenfass ausgebaut. Whisky benötigt ebenfalls viele Jahre im Eichenfass, damit ein rundes Geschmacksprofil entsteht.

Wer selbst kocht, wird vermutlich nur in Ausnahmefällen zu Instantprodukten greifen. Ein gutes Essen braucht ebenfalls seine Zeit bzw. gut Ding will Weile haben.
So ist es auch mit Tee. Das fängt schon mit der Produktion an, aber darum soll es heute nicht gehen. Aber du sollst wissen, dass sich auch beim Tee ein Mehraufwand vom Erzeuger in deiner Tasse widerspiegelt.
Doch das ist noch nicht das fertige Produkt!
Das fertige Getränk entsteht erst durch dich! Du wirst den Unterschied schnell merken, wenn du den Tee „irgendwie“ oder sorgfältig zubereitest. Keine Sorge, es ist keine Raketenwissenschaft. Die normale Zubereitung dauert nicht länger als fünf Minuten, schau mal oben in der Menuleiste meine Zubereitungsvorschläge an.
Betrachte die Zubereitung als eine Auszeit, die du dir gönnst. Schalte ab, vergiss den Stress und leere deinen Kopf. Es tut gut, sich nur auf den Genuss und die Zubereitung zu konzentrieren. Den Moment kannst du auskosten, wenn du dir die Blätter anschaust, den Geruch aufnimmst und deinen Lieblingsbecher oder -Kanne verwendest, zu dem es vielleicht eine persönliche Geschichte gibt, die du dir bewusst machen kannst.

 

5. Sammelleidenschaft
Viele Teeliebhaber (und meine Ehefrau) werden mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass man Tee sammeln kann. Dadurch, dass Tee so vielfältig ist, bietet es sich an, mehrere Sorten im Haus zu haben. So kannst du je nach Lust und Laune den perfekten Tee für deine Tagesform auswählen.
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Viele verschiedene Utensilien ergeben ein stimmungsvolles Bild

 

Es soll sogar Teefreunde geben, die Utensilien für die Zubereitung sammeln (mich eingeschlossen *hust*). Sie können dir für jede Kombination aus Tee, Jahreszeit, Sternkonstellation und dem Gemütszustand deiner Katze das perfekte Setup zusammenstellen. Ob du das auch möchtest, entscheidest du allein. Es ist vollkommen in Ordnung minimalistisch zu bleiben, es geht schließlich immer noch um ein Getränk.

 

6. Haltbarkeit
Wenn man Tee fachgerecht lagert (möglichst wenig Luftkontakt, trocken), dann kann man Tee fast unendlich lang lagern. Denn Tee verändert sich zwar, jedoch nicht immer negativ.
Tatsächlich gibt es nur wenige Teesorten, die man schnell bzw. innerhalb eines Jahres aufbrauchen sollte. Dazu gehört in erster Linie Matcha, da er durch die Vermahlung eine viel höhere Angriffsfläche für die Oxidation hat als herkömmlicher Tee. Auch japanische Shincha oder First Flushs aus Darjeeling verlieren ihre Frische nach und nach.
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Matcha-Qualitäten im Vergleich

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass sie nach einem Jahr ungenießbar sind! Vielleicht schmecken sie dir dann ja sogar noch besser als vorher?

7. Bildung
Keine Sorge, du musst keine Teeschule besuchen, um Tee wertschätzen zu können. Interessanterweise wird Tee auf allen Kontinenten außer der Antarktis angebaut. Dadurch hast du die Möglichkeit viel über Land und Leute zu lernen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie einfach und natürlich Volksstämme in China leben oder in welch traumhaften Umgebungen Plantagen existieren. Gerade durch das Internet sind Informationen nur noch einen Klick entfernt. Es liegt an dir, ob und wie viel du über Tee und andere Länder lernen möchtest. Vielleicht schaust du dir eines Tages sogar eine Plantage an?

 

8. Trinkkultur
Auch wenn Tee relativ einfach und schnell zubereitet werden kann, gibt es Zubereitungsmethoden, die es dir erlauben das Maximum aus den Blättern zu holen. Es ist sogar ohne Weiteres möglich, sich stundenlang mit einem einzigen Tee zu beschäftigen. Wenn du es magst, dich in Dinge zu vertiefen, dann wirst du erstaunt sein, was mit Tee möglich ist.
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Kleine japanische Einhandkanne mit ca. 150ml Fassungsvermögen

 

Und mit Matcha steht es dir offen, sogar Tee als Zutat zu verwenden. Sehr einfach ist es, beispielsweise leckere Kekse damit zu backen. Und deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

 

9. Geringe Kosten
Du wirst erstaunt sein, was ein Liter Tee im Gegensatz zu einer Dose Cola kostet. Hier habe ich ausgerechnet, wie hoch die Kosten einer 100g Packung gemessen am Output tatsächlich sind.

 

10. Nachhaltigkeit
Jedes Agrarprodukt verschlingt während der Herstellung Energie und Wasser. Vielleicht wird es dich interessieren, dass bei einer Gegenüberstellung von Tee und Kaffee, der Anbau von Tee viel weniger (acht mal!) Wasser verbraucht. Auch sonst kommt Utopia zu dem Schluss:
Tee liegt daher eindeutig vorne, wenn es um Wassernutzung und Umweltverträglichkeit geht. Dadurch, dass Informationen zu Emissionen noch nicht sehr verbreitet sind, ist nur anzunehmen, dass Tee auch hier gewinnen wird.
(Quelle).
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Von der tenmoku-Teeschale zu neuen Formen und Glasuren

Dieser Blog baut auf zwei vorher veröffentlichten Beiträgen auf, der Einführung in die japanische Teegeschichte und einem Artikel zu tenmoku-Teeschalen. Außerdem empfehlenswert ist der Artikel über die Besonderheit japanischer Teekeramik. Ich habe geschrieben, dass die Teekultur vor allem in drei gesellschaftlichen Kreisen florierte, dem Kriegeradel, also den Samurai, dem Hofadel und dem Klerus, wozu neben den Zen-Buddhisten auch die Shintô-Priester gehörten. Vor allem letztere zeigten Interesse an den weltlichen Erscheinungsformen des Teegenusses wie z.B. den Tee-Wettbewerben. Diese wurden auch im Bürgertum von wohlhabenden Händlern nachgeahmt, so dass sich die Teekultur am Ende des 15. Jahrhunderts in allen vier Ständen ausbreiten konnte. Dabei ist es schwierig, von der einen Teekultur zu sprechen, weil es in Wirklichkeit viele verschiedene nebeneinander existierende Erscheinungsformen gab, die auf einen zwanglosen Tee-Konsum schließen lassen. So gab es z.B. Tee-Wettkämpfe (tôcha 闘茶), bei denen es darauf ankam, aus bis zu 100 Tassen Tee eine bestimmte Sorte herauszuschmecken. Die Aristokraten entwickelten den Tee im Studierzimmer (shoin no cha 書院の茶), bei denen sie ihre kostbaren, meist chinesischen, Utensilien präsentierten. Im Bürgertum genoss man Tee beim Baden, so ist aus Nara bekannt, dass man dort rinkan-cha (Schweißfließender Tee 淋汗茶) praktizierte, bei dem auch Speisen und Alkohol gereicht wurden.
Moderne Jian-Teeschale
Moderne Jian-Teeschale

Schließlich bediente man sich gegen Ende des 15. Jahrhunderts bereits existierender Kulturformen, indem man die Einsiedlerhütte von Dichtern übernahm, die sich in diesen trafen, um in die Atmosphäre der Einsiedler-Literatur zu tauchen. Daraus wurde der sôan no cha (草庵の茶), der Tee in der Einsiedlerhütte, quasi der direkte Gegenspieler zum Tee der Aristokraten, weil er viele der etablierten Regeln brach und neue Maßstäbe in der Ästhetik setzte.

Teeschale im Jian-Stil (Öltropfen-Dekor)
Teeschale im Jian-Stil (Öltropfen-Dekor)

Karge und kostengünstigere Objekte, die irgendwo „gefunden“ wurden, ersetzten die teuren nach und nach. Die Popularisierung des Tees führte daher dazu, dass andere gesellschaftliche Kreise anfingen, sich mit Tee zu beschäftigen. Und weil die Nachahmer nicht über die nötigen Ressourcen verfügten, um sich die exquisiten Utensilien des Adels kaufen zu können, konnten sie sich nur einheimische Derivate oder chinesische B-Ware leisten. Im 15. und 16. Jahrhundert kamen einige Händler zu großem Reichtum und erfuhren dadurch einen sozialen Aufstieg. Sie wurden mit der alternativen Teekultur groß, in der es erlaubt war, chinesische Utensilien mit japanischen Erzeugnissen zu mischen. In dieser Teekultur kristallisierten sich Führungspersonen heraus und es kursierten sogenannte Geheimschriften, in denen Regeln und ästhetische Richtlinien aufgestellt waren. Diese standen in Opposition zur aristokratischen Teekultur, die sich auf die feinsten chinesischen Utensilien konzentrierte. Die gesellschaftliche Gegenbewegung erschuf eine davon unabhängige Teekultur, die den Einsatz von alternativen Utensilien legitimierte.

Bizen-yaki Chawan
Bizen-yaki Chawan

Die Folge davon war, dass einheimische Produkte und die chinesische B-Ware ästhetisiert wurden. Dies lässt sich anhand von Tee-Protokollen des frühen 16. Jahrhunderts nachvollziehen: Als Teeschalen wurden in den folgenden Jahrzehnten immer mehr Seladon- und tenmoku-Teeschalen benutzt, von denen letztere im Gegensatz zu Jian-Teeschalen als B-Ware galten.

Moderne Tenmoku-Teeschale
Moderne Tenmoku-Teeschale

Auch wenn in der japanischen Tee-Geschichte der Eindruck einer linearen Entwicklung vermittelt wird, in der es führende Tee-Meister wie Shukô, Jôô und Rikyû gab, muss man sich die Teekultur dynamischer und interaktiver vorstellen. Tee bot ein gutes Feld, in dem sich jeder Akteur mittels seiner Kompetenz, seiner Kenntnisse und seiner Utensilien positionieren und artikulieren konnte. Ökonomische Überlegenheit wurde mittels kostbarer Utensilien demonstriert. Die Ablehnung solcher Luxusgüter und die Zuwendung zu alternativen oder gar unvollkommen wirkenden Utensilien, wobei diese Haltung nach Bourdieu oft aus wirtschaftlichen Zwängen eingenommen wird, führte unter Gleichgesinnten zur Nachahmung.

Shigaraki-yaki Chawan
Shigaraki-yaki Chawan

Legitimiert wurden diese Ansichten mit philosophischen Gedichten, später auch mit religiösen Aussagen. Da in jeder Gesellschaft nur ein jeweils kleiner Prozentsatz von Menschen zu so großem Wohlstand kommt, sich Luxus leisten zu können, ist es leicht zu verstehen, dass für die interessierte breite Masse nur die bezahlbare Variante der Teekultur infrage kam. Die Popularisierung der Teekultur trug dazu bei, dass der japanische Markt in Schwung kam. Es ist bekannt, dass z.B. rustikale Vasen aus einheimischen Öfen oder große Teebehälter als Erstes in den neuen Kanon integriert wurden und sozusagen als Türöffner für andere Utensilien fungierten. Die einheimischen Öfen wie Bizen und Shigaraki produzierten zunächst Einzelstücke auf konkrete Nachfrage. Da sie Akzeptanz fanden, wurde die Produktionsmenge gesteigert. Teeschalen wurden zwar noch immer nach chinesischem Vorbild gefertigt, aber auch hier begannen Töpfer Variationen einzubauen. Mal änderte sich die Form, mal die Glasurfarbe. Der Übergang in typisch japanische Teekeramik ist fließend. Teeliebhaber nutzten die neuen Utensilien, um ihren Geschmack auszudrücken. Dabei gab es immer welche, die der Mode folgten und welche, die sich von der Mode absetzten. Für die einheimischen Töpfer bedeutete dies, dass ihr kreatives Schaffen Akzeptanz finden konnte, es gab plötzlich einen Markt für individuelle Keramiken. So ist es zu erklären, dass neben den etablierten tenmoku-Teeschalen neue Varianten auftauchten, die gegen Ende des 16. Jahrhunderts die ersteren sogar an Beliebtheit übertrafen und vorübergehend verdrängten.

Die neuen einheimischen Teeschalen lassen sich in folgende Kategorien gliedern, die ich nur kurz anreiße, weil sie in späteren Beiträgen vorgestellt werden:

Imitate chinesischer Keramiken
Dazu gehören vor allem die Öfen aus Seto und Mino aus Zentral-Japan. Hier produzierte man schon seit dem 12. Jahrhundert tenmoku-Teeschalen nach dem Vorbild chinesischer Jian-Teeschalen. Doch auch im Süden des Landes wurden z.B. in Karatsu tenmoku-Teeschalen hergestellt. Die geläufigste Form, weil am einfachsten herzustellen, waren die dunkelbraun glasierten Schalen. Darüber habe ich schon in einem früheren Beitrag ausführlich geschrieben.

Darüber hinaus wurden auch Seladon-Teeschalen in Seto und Mino kopiert. Dies gelang aber eher schlecht als recht, man kam einfach nicht auf die richtige Rezeptur, um die grünblaue Glasur zu erzielen. Stattdessen erreichte man mit einer Ascheglasur blassere Farbtöne und schließlich einen gelben Überzug. Da chinesische Seladone nicht selten plastisch anspruchsvoller gestaltet waren, verwundert es nicht, dass auch die Seladon-Imitate in ihrer Gestaltung diesen nachzueifern versuchten.

Imitate koreanischer Keramiken
Obwohl Einflüsse koreanischer Keramiken schon früh anhand japanischer Derivate ablesbar sind, wurden sie erst spät richtig kopiert. Genauer gesagt erfolgte das Herstellen durch verschleppte Töpfer aus Korea. 1592 unternahm Toyotomi Hideyoshi seine Korea-Invasion, am Ende sollte sogar ganz China erobert werden, so zumindest sein Plan. Mein Professor machte darüber immer eine scherzhafte Bemerkung, dass Hideyoshi wohl keine Karten lesen konnte. Damit spielte er auf die unfassbare Größe Chinas an, die solch ein Unterfangen ad absurdum führt. Für Korea reichte es allerdings tatsächlich und beim Rückzug wurden neben kostbaren Schätzen wie z.B. Keramiken auch Töpfer verschleppt, um sie in Japan die begehrten koreanischen Teeschalen herstellen zu lassen. Zu diesen Öfen gehören z.B. Karatsu und Hagi. Die häufigste Form ist die der einfachen Reisschale. In Korea wurden sie nämlich als solche benutzt und hergestellt, erst die japanischen Tee-Meister erhoben sie in den Rang einer Teeschale. Die Glasuren sind vielfältig, häufig weiß oder transparent, außerdem uneben aufgetragen, weil sich die Töpfer keine große Mühe bei der Gestaltung gaben. Durch die geografische Nähe zur koreanischen Halbinsel wurden allerdings schon vor der Korea-Invasion Töpferstile von Korea beeinflusst und es gibt viele Dekor- und Glasurtechniken, die bei Tee-Utensilien Verwendung fanden.

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Eine Teeschale aus Karatsu mit einer Engobeschicht aus weißem Ton
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Eine weiße Teeschale aus Karatsu, vermutlich mit Feldspat-Glasur

Derivate
Als Derivate bezeichne ich solche Keramiken, die Merkmale ausländischer und einheimischer Keramiken aufweisen. Wie schon erwähnt, ahmte man so gut es ging ausländische Teekeramik nach, doch nicht immer gelang es so gut, wie man wollte. Ein gutes Beispiel ist die Keramikgattung ki-Seto, also Gelbes Seto. Die Glasur entstand bei dem Versuch, Seladon-Glasuren zu imitieren. Der Unterschied blieb jedoch so gravierend, dass es natürlich nicht als Seladon Anerkennung fand.

Gelbes Seto
Gelbes Seto

Trotzdem wurden diese Stücke akzeptiert, vielleicht auch deswegen, weil sie schöne Verzierungen enthielten, die später mit grünen Glasurtupfern aus Kupfer hervorgehoben wurden. Man nutzte die entdeckte Glasur für andere Formen und löste sich somit von der bloßen Herstellung der Imitate. Das Gelbe Seto passte auch sehr gut zum Grün des schaumigen Matcha. So ist es teilweise zu erklären, dass Gelbes Seto in der Bevölkerung große Anerkennung fand. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Keramiken, die zwar zunächst in Anlehnung an ausländische Vorbilder produziert wurden, aber im Laufe der Zeit sich immer mehr von ihren Wurzeln entfernten.

Kuro Oribe-yaki Chawan
Kuro Oribe-yaki Chawan

Dafür sind die in Mino hergestellten Oribe-Teeschalen gute Beispiele. Und schließlich sollten Teeschalen aus den Bizen- und Shigaraki-Öfen erwähnt werden. Häufig findet man zylindrische Formen, wie sie etwa in China und Korea üblich waren, die Teeschalen aus Bizen und Shigaraki waren aber komplett unglasiert und wiesen somit die eigentümlichen Charakteristika auf, die diese Töpferwaren so auszeichnen und von anderen unterscheiden. Es gibt noch mehr Keramiken, die man hier anführen könnte, aber da der Blog eh schon lang genug geworden ist, werde ich die Keramikgattungen nach und nach in eigenen Beiträgen vorstellen.

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Eine kuro-Oribe Teeschale aus Mino

Literaturtipps:
Wer sich mehr für die japanische Teegeschichte interessiert und nicht davor zurückschreckt englische Fachartikel zu lesen, dem sei Morgan Pitelkas „Japanese Tea Culture“ ans Herz gelegt. Dort finden sich kritische Auseinandersetzungen mit Japans Tee-Kultur, die von der üblichen Darstellung der Sen-Schulen abweichen. Ganz besonders gefallen hat mir der Artikel von Dale Slusser, dem ich im Wesentlichen in der Darstellung der Entwicklung der Teekultur folge. Das Buch gibt es z.B. bei Amazon zu haben:

Japanese Tea Culture: Art, History and Practice