Wie man Matcha „richtig“ zubereitet

Im letzten Post habe ich erklärt, was echten Matcha auszeichnet. Es kamen nun Fragen zur richtigen Zubereitung auf, die ich in diesem Posting kurz beantworten möchte. Bitte beachtet, dass es sich hier nicht um eine elitäre Sichtweise handelt, jede/r kann seinen Matcha zubereiten, wie er es/sie es für richtig hält!

Da es bereits auf Youtube eine gute Erklärung gibt, möchte ich gerne auf diese verweisen. Der Teefreund Satori Nihon lernt in der Urasenke-Teeschule und erklärt kurz und bündig worauf es bei der Matcha-Zubereitung ankommt. Da er ebenfalls einen eigenen Blog betreibt, freut er sich sicher, wenn Ihr mal vorbeischaut.  Dennoch möchte ich an dieser Stelle diesen sehr gelungenen Beitrag ergänzen. Es geht um die angesprochene Schaumbildung. Wer Kaffee trinkt, kennt die schöne Crème, die sich auf der Oberfläche bildet. Diese Konsistenz kann man auch bei Matcha erreichen. Allerdings ist dafür ein hochwertiger Matcha nötig. Mit hochwertig meine ich, dass er mindestens Trinkqualität haben sollte.

Hochwertiger Matcha zeichnet sich nämlich auch durch seine Feinheit aus. Junge frische Blätter sind weich und ergeben ein besonders mildes Aroma. Man kann sie auch viel feiner vermahlen, weil die Blätter nach der Trocknung diese Beschaffenheit beibehalten. Ältere Blätter werden dicker, ledriger und fleischiger. Ihr Catechin-Gehalt nimmt zu, sie sind im Geschmack daher kräftiger und lassen sich nicht mehr so hoch dosieren.

Aus diesem Grund gibt es neben der Farbe auch die Pulvergröße als Qualitätskriterium. Wenn man auf einem weißen Blatt Papier mit einem Häufchen Matcha eine Linie zieht, kann man haptisch erkennen, wie fein das Pulver ist.

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Die feinen Unterschiede der Matcha-Qualitäten

Wer Probleme hat, den Matcha schön schaumig zu bekommen und stattdessen einen Schaum erreicht, der eher an Spülmittel erinnert, hat vielleicht nicht die richtige Qualität (z.B. Kochqualität, Sencha- oder gar Bancha-Pulver).

Auch mit der richtigen Qualität ist es nicht immer einfach, eine gute Crème hinzubekommen. Wenn man zu wenig Matcha nimmt (z.B. nur ein leicht gehäufter Bambuslöffel), dann ist es weitaus schwieriger, einen vernünftigen Schaum zu erzielen. Je höher man dosiert, desto einfacher ist es, den Schaum zu erzeugen und desto dicker wird die Crème.

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8 Gedanken zu „Wie man Matcha „richtig“ zubereitet

  1. Vielen lieben Dank, jetzt muss ich mir also ein Probetütchen guten Matcha kaufen und einen Besen. Aber 100 ml finde ich jetzt nicht gerade viel, aber gut. Ich werde es testen und mich dann melden. Kann aber noch was dauern.
    P.S. Ich bin mit meiner Seite auch bei Facebook.

    1. Hab Dich schon auf Facebook gefunden! Ja, 100ml erscheinen wenig, der Geschmack ist aber intensiver und mit gewöhnlichem Tee nicht zu vergleichen. Viel mehr mag man eigentlich auch gar nicht trinken. Würde mich über einen Erfahrungsbericht freuen!

  2. Ehrlich ich mache mir immer eine ganze Schale voll mit Matcha. (sind so 400ml) Er ist herrlich gerade im Winter morgens. Dazu ein kleines bisschen Marzipan oder dunkle Schokolade. Perfekt!

    Man kann auch weniger Wasser nehmen wenn man nicht so viel Matchapulver nehmen mag und danach aufgießen. Der Schaum hält sich dann ebenfalls noch sehr gut.

      1. Naja am Anfang war mir der Matcha sehr stark im Geschmack, ich wollte aber trotzdem den Schaum.
        Dies ist die einfachste Variante um Schaum zu bekommen und einen schwachen Usu-cha. Ich denke demnächst werde ich mal einen koi-cha. Probieren.
        Gerade wurde mein Matcha Wakamatsu-no-mukashi geliefert. Ich bin sehr gespannt wie er schmecken wird. Wieviel Purer und Wasser nehmt ihr denn für koi-cha?

        1. Hallo Andreas, koicha ist schon sehr speziell. Das geht nur mit richtig gutem Matcha. Ich nehme dann immer 5-6 Chashaku und gerade mal so viel Wasser, dass sich der Matcha mit dem Wasser zu einer relativ dickflüssigen Masse berühren lässt. Schätzungsweise nicht mehr als 40ml, ich habe es nie nachgemessen. Das wird aber sehr intensiv 😉

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