BIO Hôjicha aus Japan von Tao-Tea

Tee ist im Trend. Das merkt man auch an der gefühlt hohen Zahl an Neueröffnungen diverser Läden mit immer differenzierteren Konzepten. Heute geht es um TaoTea, dessen Inhaber Peter Unbekannt einen sehr einprägsamen Namen hat. Vor einigen Tagen gab es auch schon ein Interview im Teetagebuch, daher wird dir der Name vielleicht bekannt vorkommen. 

Peter ist leidenschaftlicher Teetrinker, der als Sohn von Bioladen-Betreibern bereits erfahren durfte, welchen Unterschied es zwischen hochwertigen und minderwertigen Lebensmitteln gibt.

Schon früh kam er durch das Sortiment des Bioladen mit japanischem Grüntee in Kontakt, durch seine Japan-Aufenthalte vertiefte sich sein Interesse und heute hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Japan-Tee bekannter zu machen.Dieser Schwerpunkt spiegelt sich auch in seinem noch überschaubaren Sortiment wider, denn bisher kann man nur vier Tees bestellen: Sencha, Gyokuro, Hôjicha und Genmaicha. Natürlich sind alle Tees aus kontrolliert biologischem Anbau und werden in möglichst umweltfreundliche Verpackungen gefüllt. Möglichst deshalb, weil es noch keine echte Alternative zu Kunststoff gibt.

Unsere Verpackung besteht aus Kraftpapier und einer PE-Barrierefolie. Beides ist vollständig abbaubar und es ist viel weniger Energie nötig, um diese Verpackungen herzustellen und zu entsorgen.

Das Umweltbewusstsein zeigt sich auch bei der Wahl anderer Dienstleister und Büromaterialien. Es sollen möglichst alle Bereiche des jungen Unternehmens nachhaltig sein.

Kommen wir zum Tee. Obwohl mir das ganze Sortiment vorliegt und einen guten Eindruck macht, entscheide ich mich für den Hôjicha. So einen Tee habe ich schon lange nicht mehr getrunken und die Verarbeitung macht mich neugierig.
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Was ist Hôjicha?
Hôjicha ist im Teehandel zwar bekannt, aber eher ein Nischenprodukt, welches nur selten in Fachgeschäften zu finden ist. In Japan gibt es Hôjicha in vielen Variationen, es ist ein beliebtes Getränk, welches nach dem Essen serviert wird. Das liegt daran, dass er durch die Röstung sehr aromatisch ist. Nach dem Essen sind unsere Geschmacksnerven vom würzigen Essen noch belegt. Ein zarter Tee kommt dann nicht mehr so richtig zur Geltung.

Die Herkunft des Hôjicha
Wie so viele Entdeckungen ist auch diese aus der Not geboren. Es gab eine Zeit in der japanischen Geschichte, in der sich Tee nicht gut verkaufte. Das war Ende der Taishô-Zeit (1912-1926) bis Anfang der Shôwa-Zeit (1926-1989). Die Bestände in der Gegend Yamashiro südlich von Kyôto füllten sich und der alte Tee verlor natürlich an Frische. Durch das Rösten wurde der Tee haltbarer, gleichzeitig konnte man mit dieser Innovation eine Neuheit auf dem Markt platzieren, die sich schnell in Japan verbreitete.
Herstellungsweise

Ursprünglich wurde das Verfahren auf mindere Blattqualitäten angewendet, um diese genießbar zu machen. Doch es ist mittlerweile nicht unüblich auch gute Qualitäten zu rösten. Dabei wird der Tee bei 200°C geröstet, bis er die gewünschte Farbe erreicht. Danach wird er schnell heruntergekühlt. Es ist auch möglich, Hôjicha selbst aus Grüntee herzustellen. Diese beiden Jungs zeigen, wie es geht:
Variationen
Hôjicha wird aus japanischem Sencha, Bancha oder Kukicha hergestellt. Es gibt heute verschiedene Traditionen, die sich durch den Blattgrad und die Röstungsstufe unterscheiden. Es gibt z.B. großblättrige Varianten aus Bancha oder Hôjicha, der nur aus Stängeln gemacht wird.

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Die mittelstarke Röstung schont die natürliche Farbe der Blätter

Aussehen
Der vorliegende Hôjicha ist mittelstark geröstet, was man an der mäßigen Bräunung erkennt. Eine stärkere Röstung würde zu einer noch dunkleren Färbung führen. Es wurden Sencha-Blätter und Stängel für diesen Tee verwendet.

Zubereitung
Wir nehmen auf ca. 400ml etwa 4-5g Tee und lassen 2min, 30 Sekunden und 1:30 Minuten ziehen. Die Wassertemperatur darf bei Hôjicha etwas heißer sein. Bei uns war es ca. 90°C.

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Geruch
Die Röstung ist gut gelungen und ist nicht zu stark. Dadurch kommen verschiedene Aromen zum Vorschein wie Kaffee, Kakao, dunkle Schokolade, Brotkruste, geröstete Maronen und Gebäck.DSC_0647

Geschmack

Der erste Aufguss ist kräftig und würzig. Die feinen Röstnoten erinnern entfernt an Kaffee. Dazu kommt ein leicht malziger Körper mit dezenten Kakao-Aromen.

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Die Tassenfarbe erinnert eher an einen Darjeeling

Beim zweiten Mal lasse ich den Tee nur kurz ziehen, was ihn süßer und frischer macht. Der Geschmack wandelt sich etwas und ich muss an orientalische Gewürze denken, ohne sie genauer benennen zu können. Danach wird er schön süffig und zeigt Parallelen zu einem britischen Schwarztee-Blend.

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Ganz klar, hier wurde Sencha mit Stängeln verarbeitet

Fazit

Dieser Hôjicha hat richtig Spaß gemacht. Ohnehin sind Frau P. und ich Hôjicha-Fans und wir hüteten unseren begrenzten Vorrat wie einen Schatz. Gut zu wissen, dass es jetzt eine gute Quelle gibt. Wer sich für diesen Tee interessiert, wird auf Tao Tea fündig.Dieser Beitrag entstand durch eine Kooperation mit Tao Tea. P.S.: Wenn dir der Blog gefällt, dann trage dich doch in den Newsletter ein. Es sind spannende Neuerungen in Zukunft geplant und auf diese Weise kann ich dich am besten erreichen. Ich werde mich auch nicht häufiger als einmal die Woche melden. Versprochen!

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